Sparen die Deutschen alles kaputt?

Die deutschen „Sparweltmeister“ seien letztlich schuld an „so ziemlich allem, was in den letzten Jahren kolossal in die Binsen ging“,  behauptet der österreichische Schuldentheoretiker weissgarnix:

„Derjenige, der finanziert – sei es planvoll oder gedankenlos -, steht im Ursprung aller Debakel.

Und diese spendable Rolle fiel in den letzten Jahren vor allem den Deutschen zu. Die bundesdeutschen Sparweltmeister, angeführt von einem Regiment aus aufreizenden schwäbischen Sparstrümpfen, fungierten als Hand an der Wiege von so ziemlich allem, was in den letzten Jahren kolossal in die Binsen ging; überall auf der Welt, nur zuhause nicht. Da waren die Renditen vermeintlich zu mickrig. Ergo fand vieles keine Finanzierung, und fand deshalb nicht statt: ein echter, selbsttragender Aufschwung zum Beispiel und eine damit einhergehende Zunahme der Masseneinkommen.“

Dumm nur, dass die Fakten so nicht stimmen.

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Wir Sparer

„Sparen, sparen sparen“ titelt sueddeutsche.de in einem Artikel über die Meseberg-Klausur des Bundeskabinetts. So ähnlich tönt es durch die ganze Medienlandschaft.  Es zeigt sich damit einmal mehr, wie man die Wirklichkeit durch Sprache unkenntlich machen kann. Es geht genau genommen gar nicht ums Sparen. Sondern lediglich darum, das Tempo der Neuverschuldung ein wenig zu drosseln.

 Angesichts der bevorstehenden leichten Verringerung der Neuverschuldung in vielen Industrieländern macht sich der amerikanische Anlageberater Michael Shedlock  über moderne Regenmacher lustig:

„The Keynesian clowns will be howling that reduced stimulus killed the recovery. However, the reality is there was no recovery in the first place, only an illusion caused by unsustainable stimulus.“