Krugman kreativ

Paul Krugman greift in seinem zunehmenden antigermanischen Eifer nicht nur zu starken Worten (die Mitschuld des Staates an der Subprime-Krise sei eine „Zombie-Lüge“, sagt er in Richtung Wolfgang Franz),  sondern pflegt auch darüber hinaus im Umgang mit Daten einen flexiblen und kreativen Stil:

Wenn es um Exporte, Handels- oder Leistungsbilanzsalden geht, nimmt er die Daten für Deutschland, weil er dann so schön die bösen Germanen wegen angeblicher beggar-thy-neighbour-policy rüffeln kann. Daten für die EU oder Euroland würden nicht zu dieser Story passen, denn beide weisen ein Leistungsbilanzdefizit auf. 

In anderen Fällen, etwa bei der Arbeitslosenquote, passt es ihm besser in den Kram, Europa als Ganzes zu sehen, und er bezichtigt deutsche Kommentatoren des provinziellen Denkens, wenn sie deutsche statt europäischer Daten betrachten:

„A number of commenters have pointed out that unemployment has been falling in Germany over the past few months. Um, yes — but not in the eurozone as a whole. And that is what we’re talking about here, aren’t we? Or is European monetary and fiscal policy to be run solely based on how things are going in one country?“

Soll man ihn ernst nehmen? Als Wissenschaftler?

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