Wie Linke und Grüne doch noch die Demografie lieben lernten

Viele Linke begründen heute ihr Plädoyer für Einwanderung damit, dass die stark alternden und zahlenmäßig schrumpfenden Deutschen Einwanderung brauchen, wenn sie den Lebensstandard und die Sozialsysteme erhalten wollen. Das ist grundsätzlich richtig. Es ist zwar schräge, in diesem Kontext für eine großzügige Praxis der Asylpolitik zu werben. Denn das Asylrecht ist für Einwanderung nach dem Nützlichkeitsprinzip bekanntlich nicht gemacht. Wer als politisch Verfolgter oder Kriegsflüchtling Schutz sucht, ist nach unserer Verfassung unabhängig davon aufzunehmen, ob er mutmaßlich die Sozialsysteme eines Tages mit tragen oder sie – im Gegenteil – dauerhaft belasten wird.

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Aber sei´s drum. Ich möchte auf etwas Anderes hinaus.

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Wagenknecht bei Maischberger: “Soziale Verbrechen”

Bei FR-online gibt´s eine Besprechung der gestrigen Maischberger-Sendung, und die Verfasserin Judith von Sternberg zitiert einen Diskussionsbeitrag von Sahra Wagenknecht:

Gemeinsam war der Runde auch der fürchterliche Ärger über Sahra Wagenknecht (Die Linke), die den Altersdurchschnitt der Gästerunde senkte sowie den Frauenanteil erhöhte. Aber, ach, nicht das Niveau. Sie erklärte, die SPD habe mit ihren „sozialen Verbrechen“ ihre „Existenzberechtigung“ verloren. Ob sie eben „soziale Verbrechen“ gesagt habe, fragte Maischberger nach. In der Krise, so Wagenknecht, sei die Politik nun „zu feige“, die Lasten „den oberen Zehntausend“ aufzubürden.

Ich habe die Sendung gesehen und weiß daher, dass Sahra Wagenknecht der SPD tatsächlich „soziale Verbrechen“ vorgeworfen hat.  Sie wird von der FR korrekt zitiert.

 Den 83-jährigen Hans-Jochen Vogel habe ich halb bewundert, halb im Geiste gescholten, weil er darauf sehr ruhig und sachlich geantwortet hat. Es liegt ja immerhin auch die Frage nahe, welche Urteile die der „sozialen Verbrechen“  Beschuldigten zu erwarten hätten, wenn Sahra Wagenknecht politische Macht bekäme. Das böse Wort von den „Novemberverbrechern“ ist Geschichte und kam von rechts.  „Agendaverbrecher“ wäre auch eine rechte, eine reaktionäre Vokabel.